11/03/2025
MS Dockville: Wo Hamburg träumt, tanzt und denkt
Inhaltsverzeichnis
Vom Experiment zum Fixstern
Was als mutiges Experiment begann, hat sich zu einem absoluten Fixstern in Hamburgs Kulturlandschaft entwickelt. "Mittlerweile ist das MS DOCKVILLE mit über 25.000 Besucher*innen am Tag ein absoluter Fixstern der Kultur Hamburgs und Deutschlands", so die Macher nicht ohne Stolz. Mit über zehn Bühnen, internationalen Headlinern wie Billie Eilish und einem stetig wachsenden nonmusikalischen Programm ist das Dockville heute weit mehr als ein Festival. Es ist ein temporärer Mikrokosmos, in dem Ideen und Menschen zusammenkommen. Oder, wie die Crew es selbst sagt: "Die Elphi für Menschen unter 40."
Doch hinter den Zahlen und Fakten steckt eine Philosophie, die bis heute trägt:
"Das MS DOCKVILLE, seine Community und seine Vielfalt sind seit der Gründung gewachsen; die Idee bleibt aber bestehen: Ein Festival für Musik und Kunst."
Kunst trifft auf Beats – eine symbiotische Liebe
Die Mischung ist "elementar für uns und der Kern unserer Arbeit". Auf dem Gelände ist Kunst kein Beiwerk, sie ist Teil des Geländes geworden und verändert sich immer wieder. "Überall auf unserer Fläche befindet sich Kunst. Das sind kleine Skizzen und Pieces, große Installationen und zahlreiche Container-Murals." Einige Bars bestehen aus früheren Kunstwerken, andere Werke ziehen an neue Orte und bekommen neue Kontexte. Diese lebendige, sich stetig wandelnde Kunstlandschaft macht jeden Besuch zu einer Entdeckungsreise.
Besondere Installationen wie der "Darko Regenbogen-Tunnel", der es sogar auf die Startseite des Apple App Stores schaffte, oder verrückte Performances wie ein unangekündigt landender Helikopter, der eine Person "mit großem Aufwand und Bohei in Sicherheit brachte", bleiben im Gedächtnis. Doch die kuratorische Linie bleibt bewusst frei: "Die Schlagworte Festival, Kunst, Musik und Hamburg dienen uns immer wieder als generelles Motto – wir haben bislang nicht mehr gebraucht, weil diese Themen so viel hergeben."
Wilhelmsburg – zwischen Hafen, Himmel und Haltung
Der Standort ist mitentscheidend für die Magie. "Wir sind nur 10 S-Bahn-Minuten von der Innenstadt entfernt, was wohl sonst kaum jemand behaupten kann." Das Gelände direkt an der Elbe bietet eine einzigartige Kulisse: "Wir haben das wohl schönste Festivalgelände Deutschlands und jeder Quadratmeter ist besonders. Wir haben Industriecharme mit dem verlassenen Industrielabor auf der Fläche, eine grüne Oase mit dem Naturcampingplatz und Hamburgkitsch mit der Elbe."
Dazwischen liegen sehr viel Platz und Freiraum, "um kreative Ideen und Experimente zu verwirklichen". Ein besonderes Highlight ist der gegenüberliegende Rethespeicher, der jedes Jahr mit Projektionen bespielt wird ", sodass das eine der größten Open Air-Projektionen Hamburgs ist".
Doch was die Atmosphäre einzigartig macht, ist das Publikum und die bewusst gestaltete Kultur: "Die Atmosphäre ist, weil wir auch stark daran arbeiten, besonders liebe- und rücksichtsvoll, einzigartig wertschätzend und einander wohlwollend. Aber ebenso voller Entdeckung, Inspiration und Begeisterung." Wer hier feiert, feiert miteinander, nicht nebeneinander.
Das Herzschlag des Festivals: Ein Team, eine Vision
Die Maschinerie hinter dem Spektakel ist beeindruckend: "An einem Dockville-Tag arbeiten bis zu 1.000 Menschen mit. Angefangen bei der Gastronomie und Security bis hin zu Künstler:innen, Betreuer:innen und vielen Freiwilligen." Über das Jahr hinweg stemmt ein Kernteam von etwa 20 Festangestellten die Vorbereitungen, das sich Richtung Sommer immer weiter vergrößert.
Die Herausforderungen sind vielfältig, etwa bei Themen wie Lautstärke oder Anreise, doch die Philosophie bleibt lernorientiert. "Wichtig ist für uns vor allem, jedes Jahr besser zu werden. Sei es mit einem klügeren Duschcamp oder einem schnelleren Eingangskonzept. Trotzdem ist jedes Jahr einzigartig. Was einmal funktioniert hat, muss im nächsten nicht unbedingt passen. Offenbleiben und voneinander lernen, das ist entscheidend."
Nachhaltigkeit und Community: Kein Buzzword, sondern gelebte Realität
Das Dockville denkt in Kreisläufen: "Wir sind per Definition schon nachhaltiger, weil wir die Fläche sukzessive erschließen, mit anderen Festivals teilen und dadurch eine Infrastruktur aufbauen, die nicht nur einmal genutzt, sondern über Jahre hinweg weiterentwickelt wird." Materialien wie Holz werden jedes Jahr neu eingesetzt und umfunktioniert. Dazu kommt ein rein vegetarisch-veganes Catering" und unsere Gäste reisen zu über 90 Prozent mit Rad oder Öffis an, weil wir die Anfahrt mit dem Auto klar unattraktiv machen."
Die Verbindung zur Nachbarschaft ist kein Lippenbekenntnis: "Die lokale Community in Wilhelmsburg binden wir eng ein: mit rabattierten Anwohnertickets, durch Kooperationen und durch sehr viel direkten Austausch." Das Selbstverständnis geht darüber hinaus: "Wir verstehen uns dabei ein Stück weit als All-Star-Game der Stadtkultur, in dem wir viele Initiativen und Stimmen sichtbar machen."
Die persönliche Note: Rituale, die verbinden
Was das Dockville wirklich ausmacht, zeigt sich in den kleinen Momenten. Das Team hat ein besonderes Ritual, das die Philosophie des Festivals perfekt einfängt: "Bei jedem Dockville gehen wir am letzten Abend mit den neuen Mitarbeitenden und Praktikantinnen zum Headliner auf die Seitenbühne. Dort können sie das Konzert dann ganz nah genießen und vor allem auch das Publikum aus Sicht der Künstlerinnen erleben."
Warum? "Es ist uns wichtig, dass die Menschen, die bei uns arbeiten, einen echten Eindruck von dem erhalten, wofür sie das ganze Jahr über gearbeitet haben. Die Energie, die dort herrscht, entschädigt für all die Mühen und Zweifel, die auch zum Job gehören. Das sind besondere Momente."
Diese besondere Energie speist sich aus einer tiefen Überzeugung: "Wir dürfen für ein Wochenende Utopien erschaffen und ein Angebot machen, wie gesellschaftliches Miteinander auch funktionieren könnte. Und wir dürfen Menschen inspirieren und begeistern. Wer weiß, was das mit ihnen macht? Mir gefällt der Gedanke, dass sie nach einer Festivalnacht aufwachen und eine neue Idee für Ihr Leben haben."
Die Entwicklung "dieser utopischen Räume ist nicht immer leicht und mit viel Aushandlungsprozessen und langen Arbeitstagen verbunden. Daher bin ich froh, dass wir das beste Team der Welt haben. Und die Reaktionen unserer Gäste zeigen uns jedes Jahr, dass sich der Aufwand lohnt."
Und in drei Worten?
Das Team lacht: "Drei Worte reichen nicht." Aber wenn es sein muss, dann wäre es: "Musik, Kunst, Inspiration" oder "Utopie, Haltung, Spaß" oder "Freiraum, Eskapismus, Party" oder "Hamburg, Hafen, Idylle". Diese Vielfalt an möglichen Beschreibungen zeigt perfekt: Das Dockville ist ein Ort der unbegrenzten Möglichkeiten.
Von der Festival-Bühne zur Firmen-Vision: Dein Event als utopischer Raum
Was viele nicht wissen: Die Magie des Dockville-Geländes lässt sich auch außerhalb der Festival-Zeit erleben. Und genau hier liegt der unschätzbare Wert für Unternehmen, die mehr wollen als nur ein weiteres Event.
Stell dir vor: Dein nächstes Produkt-Launch-Event findet vor der Kulisse des Rethespeichers statt, der mit einer der größten Open-Air-Projektionen Hamburgs bespielt wird. Dein Firmen-Sommerfest erstreckt sich über die Elbwiesen, während die Schiffe vorbeiziehen. Dein Team durchläuft einen Kreativ-Workshop inmitten von Kunstinstallationen, die zum Denken anregen.
Dieser Ort bietet mehr als nur Fläche – er bietet Haltung. Du mietest nicht einfach eine Location, du importierst eine Philosophie. Die gleiche Energie, die internationale Headliner und aufstrebende Kunstschaffende anzieht, die dieselbe Aufmerksamkeit für Nachhaltigkeit und Community, die hier gelebt wird. All das überträgt sich auf dein Event.
Du bietest deinen Mitarbeitern, Kunden und Partnern nicht nur Networking mit Buffet. Du bietest ihnen einen Freiraum. Einen Ort, der Kreativität weckt, Teamgeist stärkt und den Kopf freipustet. Einen Ort, an dem, wie das Team es formuliert, "Utopien erschaffen" werden können.
Ein Ort, der bleibt
Das MS Dockville ist mehr als ein Festival. Es ist ein lebendiger Organismus, der jedes Jahr aufs Neue beweist, dass Events Menschen verändern können. Dass sie inspirieren, verbinden und neue Perspektiven öffnen können.
"Für Hamburg als Musik- und Kunststadt verstehen wir uns als Aushängeschild, aber wir sind nichts ohne die Szenen und die Infrastruktur, die uns tragen", beschreibt das Team die eigene Rolle. "Unser Wunsch ist, dass dieses Ökosystem nachhaltig gepflegt und gefördert wird – vom kleinen Act, der sein erstes Konzert spielt, bis zu den internationalen Stars. Nur wenn wir die Vielfalt erhalten und nicht alles unter zu hohen Profitdruck stellen, bleibt Hamburg lebendig."
Am letzten Abend, wenn die Musik leiser wird und das Team auf der Seitenbühne steht, um auf das Publikum zu blicken, dann weiß jede*r:
Hier entsteht mehr als ein Festival. Hier entsteht ein Stück Zukunft, mit jeder Idee, jedem Beat, jedem Gespräch.
Das Dockville ist ein Ort, an dem Menschen träumen dürfen. Und manchmal, mit etwas Glück, wird aus diesen Träumen etwas Reales. Vielleicht dein nächstes großes Event, das nicht nur in Erinnerung bleibt, sondern etwas bewegt.